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Netgear Arlo Go

Netgear zeigt mit den Arlo-Kameras wie man die Überwachung ins Smarthome integriert. Wer jedoch am Wunschort kein Wifi und Stromanschluss besitzt, hat mit der Arlo Go eine interessante Alternative zur Hand.

Smarte, erschwingliche Überwachungskameras sind der Megatrend. Diverse Hersteller buhlen um die Käufergunst. Als mich neulich ein interessantes Angebot anlachte, wurde ich schwach und habe zugegriffen. Netgear vertreibt unter der Marke “Arlo” allerhand Kameras. Normalerweise sind sie alle per Wifi mit dem Internet verbunden und gestatten so den Fernzugriff. Ein Modell kommt aber ganz ohne Wifi aus und besitzt dagegen einen LTE-Slot. Mit der Arlo Go ist somit aus meiner Sicht eine äußerst flexible Kamera am Markt, die mit sage und schreibe 1 Monat Akkulaufzeit beworben wird. Perfekt also, um Sie mal eben im Auto aufzustellen oder im Urlaub oder als Babyphone. Die Anwendungsbeispiele sind zahlreich da man absolut Wifi- und Stromungebunden ist.

Arlo Go von Vodafone

Als Vodafone-Kunde zahle ich für 3,99€ pro Monat eine LTE-Karte mit der ich nahezu unbegrenzt und sorgenfrei den Arlo-Service nutzen kann. Vodafone sagt in den FAQs, dass das Datenkontingent immer reichen wird, solange man es fair nutzt. Soll heißen: die Karte ist wirklich nur für die Arlo ausgelegt da sie damit im Bundle verkauft wurde. Nutzt man sie in einem anderen Gerät, klappt das zwar erstmal aber es folgt eine Meldung in Form einer automatischen Rückfrage seitens Vodafone.

Arlo Go ohne Cloud

So schiebt man also die V-Simkarte in den linken Slot der Kamerarückseite. Rechts findet sich Platz für eine Micro-SD-Karte bis 32 GB. Die wird verwendet, falls die Arlo Go keinen Empfang hat – was ziemlich häufig passieren kann. Doch dazu später mehr. Ist die Speicherkarte voll, wird auf Wunsch die älteste Aufnahme überschrieben. Jetzt noch den Akku einschieben und kurze Zeit später ist die Arlo Go Kamera automatisch eingeschaltet und bereit für die App-Aktivierung.

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Links die V-LTE-Karte und rechts die Micro-SD-Karte

Arlo Go: Probleme bei QR-Code

Die Einrichtung war trotz namhafter Marken (Netgear und Vodafone) etwas sperrig. Zuerst legt man die Arlo Go in der Vodafone V-App an. Eine Art Security-App für Smarte Geräte betrieben durch Vodafone. Dann geht man über zur Arlo App. Hier heißt es, man sollte einen QR-Code scannen um den Einrichtungs-Prozess zu beenden – doch sämtliche beiliegende QR-Codes werden partout nicht akzeptiert. Leicht frustrierend! Alternativ kann man die alternative und manuelle ID-Eingabe durchlaufen. Aber auch hier scheitert man. Was bleibt also noch übrig? Den Vodafone-Support anrufen? Das wird doch nie was. Besser: statt der Arlo App, geht man lieber auf die Arlo-Website, loggt sich ein und startet dort die Geräte-Einrichtung. Dort wir dann nämlich ein großer QR-Code angezeigt, den man mit der Kamera einfängt. Und siehe da – so klappt es reibungslos.

Überwachungskamera mit LTE

Von nun an ist alles ziemlich intuitiv gelöst und lässt sich sowohl über die Website als auch über die App bequem konfigurieren. Standardmäßig ist ein Bewegungsmelder aktiviert, der bei Bewegungen E-Mails verschickt und Benachrichtigungen aufs Smartphone sendet. Das klappt wirklich prima aber ist für meine Zwecke lästig. Beides lässt sich im Reiter “Modus” deaktivieren. Noch besser ist aber die Bewegungserkennung in Kombination mit der GeoFence-Funktion. Es lässt sich eine Art Radius um das Zuhause definieren. Verlässt man den Bereich (auf Grundlage der Smartphone-GPS-Verbindung), wird der Bewegungsmelder scharf geschaltet. Wird nun eine Bewegung erkannt, erhalte ich die Benachrichtigungen.

Neben Bewegungen kann man auch Geräusche erkennen lassen und relative laute Alarmgeräusche aus dem Gerät ertönen lassen. Die Kamera besitzt ein Mikrofon und Lautsprecher auf der Unterseite. Der Mirco-USB-Anschluss befindet sich hingegen auf der Rückseite. Hier passt übrigens nur das beiliegende USB-Kabel da der Anschluss so tief im Gehäuse sitzt. Will man sein eigenes USB-Kabel benutzen, sollte man es mit einem scharfen Messer etwas zuschneiden. Dies ist sicherlich der Tatsache geschuldet, dass die Arlo Go wetterfest nach IP65 ist. Der Anschluss ist daher auch mit einem Gummistöpsel gesichert.

Arlo Cloud Abonnement

In der Praxis funktioniert die Hardware gut. Die Latenz von Aktion und Wiedergabe per App beträgt nach meiner Beobachtung ca. 5 Sekunden. Über die Website ca. 10 Sekunden. Man muss sich allerdings entscheiden. Entweder man streamt über die Website oder über die App. Gleichzeitige Nutzung ist nicht möglich. Es ist aber möglich, weitere Nutzer einzuladen, die dann ebenfalls auf die Kamera zeitgleich zugreifen können. Das finde ich ziemlich praktisch. Übrigens braucht man für die Website zum Testzeitpunkt den Flash-Player, was ich ziemlich veraltet finde. Der Cloudzugriff seitens Arlo ist bei bis zu fünf Kameras kostenlos, solange man unter 1 GB Speichernutzung bleibt. Dafür kann man bis zu 7 Tage rückwirkend auf die Aufnahmen zugreifen. Darüber hinaus wird es relativ kostspielig und kostet bis zu 13,99€ im Monat. Bei 15 Kameras ist laut Arlo-Website Schluss.

Die Bildqualität ist in Ordnung. Man bekommt nur normale HD-Ready Auflösung. Also 1280×720 Pixel auf 130° Weitwinkel. Dafür sind aber Infrarot-LEDs verbaut, mit denen man auch bei Dunkelheit ein absolut brauchbares s/w Bild bekommt.

Schlechter LTE-Empfang

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Unterseite mit Mikrofon, Lautsprecher und Gewindeaufnahme für den Ständer.

Als Kritikpunkte fallen mir direkt drei Dinge ein: Der beiliegende Ständer ist zwar an sich massiv verarbeitet aber die zwei Gewinde sind äußerst umständlich zu befestigen. Die Arlo Go besitzt auf der Unterseite ein Schraubgewinde wo man den Ständer rein schraubt. Und dann besitzt das Kugelgelenk vom Ständer auch noch ein Gewinde, wodurch man die Ausrichtung der Kamera relativ flexibel einstellen kann. Aber beides eher schlecht als recht. Es ist schwer zu beschreiben aber mir kippte die Kamera ständig ab und so richtig fest habe ich sie nie bekommen.

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Mit diesem Schraubgewinde hat sich Arlo keinen Gefallen getan. Das Einstellen ist nervig.

Hinzu kommt, dass die Kamera anscheinend wirklich nur für Outdoor taugt. Indoor habe ich sehr schlechten Empfang. Mag auch an meinem Büro liegen. Aber die verbaute Antenne ist wirklich nicht besonders leistungsfähig. Das hat sicherlich auch mit der Batterielaufzeit zu tun. Eine stärke Antenne würde einfach zu viel Strom ziehen. Außerdem würde ich mir noch mehr GeoFence-Zonen wünschen. Soweit ich es erblickt habe, gibt es nur einen GeoFence-Bereich. Aber meiner Meinung nach steht das im Widerspruch zur möglichen Flexibilität der Kamera. Ich benutze sie nicht an einem festen Punkt sondern nehme sie gerne mit zu anderen Orten. Beispiel: Zuhause und auf Arbeit oder im Auto, das immer am selben Platz steht. Hier wäre es sehr nützlich, dass man zusätzliche GeoFence-Zonen hat statt die einzige ständig zu bearbeiten.

Hochwertige Überwachungskamera mit sehr flexiblen Einsatzmöglichkeiten. Der Funktionsumfang ist enorm und dank potenten Akku, lässt sich die Arlo Go nahezu überall mittelfristig einsetzen.

  • lange Akkulaufzeit
  • gute Verarbeitung
  • dank LTE flexibel einsetzbar
  • Basis-Abo gratis
  • Bedienung gut
  • großer Funktionsumfang
  • SD-Kartenslot als Backup
  • Ständer lässt sich schwer einstellen
  • LTE-Empfang schlecht
  • nur eine GeoFence-Zone
Größe
90 x 69.5 x 77.9 mm
Gewicht
335 g
Akku
3660 mAh (bis zu 30 Tage)
Betriebstemperatur
-20° C bis 45° C
Wetterfestigkeit
IP65-Zertifizierung
Video
H.264, 1280 x 720 Pixel
Weitwinkel
130°
Nachtsicht
850 nm LEDs mit bis zu 8.3 Meter Reichweite
Lautsprecher
Mikrofon
mit Geräuscherkennung
Netz
WCDMA/HSDPA/HSUPA/HSPA+: Band 1/2/4/5/8
LTE
Band 1/2/3/4/5/7/12/13/17/20/2
Bewegungsmelder
bis zu 6.9 Meter Reichweite
Alarmfunktion
E-Mail-Alarm, Push-Mitteilungen per App
Cloudspeicher
Aufnahmen von 7 Tagen kostenlos
Slots
SD-Karte, LTE-SIM
SD-Speicherkarten
MicroSD, max. 32 GB
lokales Speichern
auf SD-Speicher
automatisches Überschreiben
endlose Aufnahme
Bedienungsanleitung
  • Arlo Go
  • V-Sim
  • Netzteil (Micro-USB)
  • Outdoor-Halterung
  • Kurzanleitung (mehrsprachig)

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